Die billigsten Unistädte

In diesem Artikel könnt ihr euch über die günstigsten Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz für Studenten informieren. Dabei wurden einerseits Großstädte berücksichtigt, andererseits typische Studentenstädte, auch wenn sie keine besonders großen Einwohnerzahlen haben. Die aufgeführten Kosten sind, wenn nicht anders angegeben, die Summe aus Miet- und Lebenshaltungskosten. Wenn ihr ein Auto besitzt, solltet ihr zu den genannten Kosten der Einfachheit halber noch einmal 100 Euro addieren. Generell gilt außerdem, dass ihr für ein WG-Zimmer deutlich weniger Miete zahlen müsst als beispielsweise für eine Ein-Zimmer-Wohnung. Als eine Faustregel gilt hier, dass ihr von den angegebenen Mietkosten ca. 40 Euro abziehen könnt, um einen Richtwert für den Mietpreis eines WG-Zimmers zu erhalten. Wichtig ist außerdem, dass sich die Kosten auf ein typisches Studentenleben beziehen, also auch auf dementsprechende Wohnverhältnisse. Wer sich als Student eine Vier-Zimmer-Wohnung leisten will und kann, wird seine Vorstellungen nicht in den folgenden Zahlen wiederfinden.

In Deutschland sind günstige Städte tendenziell in den neuen Bundesländern zu finden.
In einem Ranking der Zeitschrift „UNICUM“ rangieren Städte wie Erfurt, Jena, Dresden und Magdeburg unter den Top 20 der günstigsten deutschen Städte. Für Erfurt kann man mit Gesamtkosten von ca. 550 Euro rechnen, wobei die reinen Mietkosten mit ca. 190 Euro zu Buche schlagen. Damit nimmt Erfurt definitiv einen Spitzenplatz unter den günstigsten deutschen Städten ein. Auch in Jena könnt ihr bereits für rund 550 Euro unterkommen, wobei die Mieten mit etwa 200 Euro etwas höher liegen als in Erfurt. In Dresden und Magdeburg sind die Kosten mit 575 bzw. 585 Euro bereits etwas höher, wobei die Mietkosten in Dresden bei ca. 200 Euro, in Magdeburg bei rund 210 Euro liegen. Auch für andere Städte in den neuen Bundesländern könnt ihr mit Gesamtkosten zwischen 550 und 600 Euro rechnen. Prominente Ausnahmen sind Potsdam und vor allem Berlin.
Was die neuen Bundesländer betrifft, so sind die Studentenstädte Göttingen und Marburg mit rund 640 Euro die günstigsten Städte. Hier könnt ihr Mietkosten von rund 240 Euro veranschlagen. Damit liegen sie in Westdeutschland in der Spitzengruppe, in Gesamtdeutschland allerdings bloß im oberen Mittelfeld.

Unter den österreichischen Städten ist Graz für Studenten am günstigsten. Die Mietkosten liegen hier zwischen 150 und 200 Euro, allerdings sind die übrigen Lebenshaltungskosten in Österreich meist etwas höher als in Deutschland. Daher könnt ihr mit rund 600 Euro Gesamtkosten in Graz rechnen. Auf Graz folgt die Hauptstadt Wien, wo man allerdings bereits mindestens 250 Euro an Mietkosten und rund 750 Euro Gesamtkosten veranschlagen sollte.

In der Schweiz sind die Lebenshaltungskosten prinzipiell höher als in Deutschland oder Österreich. Ihr solltet je nach euren Ansprüchen die Kosten einer deutschen Stadt wie Marburg als Grundlage nehmen und 50 bis 100 Prozent addieren, um eine Vorstellung von den Lebenshaltungskosten in der Schweiz zu bekommen. Eine recht günstige Stadt in der Schweiz ist Basel, wo ihr mit umgerechnet rund 300 Euro Mietkosten und Lebenshaltungskosten von ca. 1000 Euro rechnen müsst. Diese Kosten könnt ihr allerdings etwas drücken, da Basel an der Grenze zu Deutschland liegt und ihr dort einkaufen könnt, wodurch sich die Kosten eventuell auf 800 bis 900 Euro reduzieren lassen. Diesen Vorteil haben andere Städte in der Schweiz nicht.

Ganz allgemein kann man sagen, dass den Kosten nach oben natürlich keine Grenze gesetzt ist. Wenn ihr auf euren Geldbeutel achten müsst, seid ihr mit ostdeutschen Städten gut beraten, weil sich die Lebenshaltungskosten oft gravierend zu denen in westdeutschen Städten unterscheiden – ganz zu schweigen von den Kosten in der Schweiz. Sparen könnt ihr insbesondere dann, wenn ihr euch ein WG-Zimmer oder ein Zimmer im Wohnheim sucht, denn diese sind oft deutlich günstiger zu haben als Ein-Zimmer-Wohnungen.