Für Studierende an deutschen Hochschulen, die mehr als nur ein, zwei Mal im Jahr mit dem Zug unterwegs sind, ist die Bahncard 50 der Sparfaktor Nummer eins. Studenten (bis 26 Jahre) erhalten die Bahncard 50 zum halben Preis, sie müssen im Jahr also lediglich 110 Euro statt 220 Euro auf den Tisch legen – und schon fahren sie auf sämtlichen Strecken zum halben Preis.

Auf der Website Surf&Rail der Deutschen Bahn gibt es weitere interessante Angebote: Eine einfache Fahrt quer durch ganz Deutschland, auch im ICE, gibt es in der zweiten Klasse zum „Sparpreis“ (so der Name des Tickets) ab 29 Euro. Sind die billigsten Tickets vergeben, geht es in 10 Euro-Schritten aufwärts, bis zu 89 Euro. Bucht man am Schalter oder telefonisch, ist stets ein Aufpreis von 5 Euro fällig. Mit der Bahncard 25 erhält man auf den „Sparpreis“ 25 Prozent Rabatt. Gerade bei längeren Reisen ist das Sparpotenzial beim „Sparpreis“ groß, meist lohnt es sich sogar, wenn man keines der günstigsten Tickets mehr ergattert.
Neu hat die Deutsche Bahn ein so genanntes „Kurzstrecken-Ticket“ für Bahnreisen bis zu 250 Kilometer eingeführt; dieses ist ab 19 Euro zu haben. Exklusiv bei diesem Ticket sowie beim „Sparpreis“ gibt es den Mitfahrer-Rabatt wieder. Wer ein Ticket für 29 Euro kauft, kann bis zu vier Mitreisende mitnehmen, die dann noch je 20 Euro bezahlen. Wer mit Kumpels aus demselben Heimatort an einer auswärtigen Hochschule studiert, fährt damit supergünstig. Manche Studierende suchen dafür übers Internet oder am Anschlagbrett auch Mitfahrer. Ist die Universität weniger als 250 Kilometer von Eltern und Freunden entfernt, zahlen zwei Kollegen bloss 29 Euro (statt regulär 38). Zudem können die Kurzstrecken- und die „Fahrpreis“-Tickets neu, wie alle anderen, für 15 Euro umgetauscht oder erstattet werden.

Das „Sparpreis“ muss mindestens drei Tage vor Reiseantritt gekauft werden. Wobei natürlich gilt: Je eher man sich entscheidet, umso größer ist die Chance, an eines der 29 Euro-Tickets zu kommen. Noch ein Tipp: Sind die günstigen Fahrscheine ausverkauft, kann sich ein Blick in die erste Klasse lohnen, die meist weniger besetzt ist. Da gibt es das „Sparpreis“ nämlich auch, ab 49 Euro und dann in 10 Euro-Schritten aufwärts. In der ersten Klasse ist die Möglichkeit groß, einen der billigsten Fahrscheine zu ergattern, während die zweite allenfalls bis auf die 89 Euro-Tickets ausgebucht ist.

Auch in Europa fährt man mit der Bahn billig. Bereits ab 19 Euro gehts nach Amsterdam, Breslau, Stettin, Prag, Brüssel, Strasbourg, Rom, Krakau, Aarhus, Kopenhagen, Bozen, Mailand, Luxemburg, Florenz, Klagenfurt, Wien, Zürich, Bern, Verona, Zagreb, Ljubljana, Innsbruck, Venedig und Budapest. Die Preise variieren je nach Abfahrts- und Zielbahnhof. Ein Beispiel: Für 29 Euro kommt man von München nach Rom oder von Berlin nach Amsterdam.

Nun gondelt man als Student ja nicht täglich quer durch Deutschland oder Europa, sondern ist hauptsächlich auf den Nahverkehr angewiesen. Und auch da sind Studierende meist günstig unterwegs: mit dem Semesterticket, das an vielen Hochschulen angeboten wird. Dieses gilt jeweils für ein halbes Jahr und häufig nicht nur in der Stadt, sondern auch im angrenzenden Verkehrsverbund. Das Semesterticket kann man direkt an der Hochschule erwerben. Die Modelle und Preise variieren von Stadt zu Stadt – daher fragt man am Besten an der Uni oder bei den örtlichen Verkehrsbetrieben nach den individuell besten Angebote. Wer außerhalb des Gebietes wohnt, für den das Semesterticket gilt, sollte sich nach einem Anschlussticket für Studenten erkundigen, die sind oft auch vergünstigt.

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